1. November 2014, 20.00 Uhr - Konzerthaus Berlin


„... kalt ist der Abendhauch.“

Was programmiert man zu einem Ensemble-Jubiläum?

Ein kurzes Innehalten kann nicht schaden, dachten wir, eine kurze Rückbesinnung auf die Zeit des Anfangs. Und so ergab sich die Idee, verschiedene "erste Dinge" in den Blick zu nehmen und zu einem Abend zu formen.
So führen die Werke dieses Programms, zwei davon in ihrer Orientierung tendenziell todesnah, unser Ensemble erneut mit Mitstreitern aus den frühen Jahren unserer Arbeit zusammen: Sebastian Stier, mit einer Uraufführung vertreten, war der jugendliche Porträtierte im ersten Konzert vor 25 Jahren; Helmut Zapf schrieb für uns
Abendklänge, das erste Auftragswerk, nach einem Gedicht von Charles Baudelaire und Vladimir Jurowski war der erste Gastdirigent unseres Ensembles. Die Wege der Genannten kreuzten sich seitdem immer wieder mit unseren und gemeinsam möchten wir dieses Jubiläum feiern.

Die zum absoluten Ende neigenden Texte, vor allem in Gérard Griseys
Quatre chants pour franchir le seuil, betrachten wir von ihrer optimistischen Seite: Das Überschreiten einer Schwelle muss nicht immer in den letzten denkbaren Zustand führen, vielleicht öffnet sich ja einfach ein neuer Raum zum Leben …

Sebastian Stier zu „labiles Gleichgewicht II“ (Videocast)

Vladimir Jurowski wurde in Moskau geboren und studierte in seiner Heimatstadt sowie in Dresden und Berlin Dirigieren und Chorleitung. 1995 debütierte er beim Wexford Festival sowie am Royal Opera House Covent Garden. Von 1997 bis 2001 war er Erster Kapellmeister der Komischen Oper Berlin. Bereits seit 1997 zu Festivals und an international führende Häuser eingeladen, wurde er 2001 Musikdirektor an der Glyndebourne Festival Opera und 2006 Erster Dirigent beim London Philharmonic Orchestra. Das Orchestra of the Age of Enlightenment verlieh ihm den Titel “Principal Artist”, 2007 wurde er als „Conductor oft he Year“ mit dem „Royal Philharmonic Society Music Award“ ausgezeichnet.

Programmhefttext