24. Oktober 2012, 20.00 Uhr - Konzerthaus Berlin


Pierrot in America

Hommage à Schönberg mit Auftragswerken des Arnold Schoenberg Institute L.A. zum
100. Geburtstag der Uraufführung von Schönbergs „Pierrot lunaire“



Anlässlich des 100. Geburtstages der Uraufführung von
Pierrot lunaire, op.21 im Berliner Choralion-Saal am 16. Oktober 1912 spielt das ensemble unitedberlin ein Konzert, in dem Schönbergs Original einer Reihe weiterer Vertonungen aus Albert Girauds Gedichtzyklus begegnet. Schönbergs Pierrot lunaire ist eines der bedeutendsten Werke des 20. Jahrhunderts: außergewöhnlich und autonom, progressiv und poetisch. Alfred Döblin schrieb darüber im Sturm: „Sie fesselt ungemein, diese Musik; es sind Klänge, Bewegungen drin, wie ich sie noch nicht gehört habe; bei manchen Liedern hatte ich den Eindruck, dass sie nur so komponiert werden können.“

Die neuen Kompositionen sind Resultat eines Projektes des Arnold Schoenberg Institute in Los Angeles, das Mitte der achtziger Jahre Komponisten wie Milton Babbitt, Roger Reynolds, Mel Powell oder Ursula Mamlok damit beauftragte, die verbleibenden Gedichte aus Girauds Pierrot-Sammlung zu setzen. Die Idee dieser Reihe war, den tiefen und nachhaltigen Einfluss Schönbergs auf die amerikanische zeitgenössische Musik darzustellen.
Die Interpretin des Abends ist die namhafte amerikanische Sopranistin Lucy Shelton, Widmungsträgerin vieler dieser neuen Vertonungen. Lucy Shelton ist eine der wichtigsten Interpretinnen für zeitgenössische Musik in den USA. Elliott Carter, Alexander Goehr und Oliver Knussen schrieben Kompositionen für sie. Sie arbeitete unter anderem mit Pierre Boulez, Daniel Barenboim und Simon Rattle zusammen.

Konzert in Kooperation mit dem Konzerthaus Berlin und der American Academy in Berlin mit einer Einführung von Pamela Rosenberg, Dean of Fellows and Programs, American Academy in Berlin.

Programmhefttext