Konzerthaus Berlin, Saison 2009 / 2010

Vom Gehorsam. Von der Verweigerung.
Vier Konzerte 20 Jahre nach dem Mauerfall

Zwanzig Jahre Mauerfall, Wende, Ende der DDR, Wiedervereinigung … Zwei Jahrzehnte, in denen sich nicht nur Deutschland verändert hat, sondern die Welt.
War der Herbst ’89 eine Revolution? Und war es eine, die erste vielleicht, ohne Musik? Ist sie anders, die Musik von davor, von danach. Hört man sie anders?

Das ensemble unitedberlin hat für seine Konzertreihe in der Saison 2009 / 2010 vier Komponisten ausgewählt, die ihre Sozialisierung in der DDR erfuhren. Geboren um 1955, wuchsen sie hier auf, hatten ihre Wege beschritten, ebene kaum. Gestolpert, aufgestanden, geblieben, gegangen. Sie hatten sich gerieben an einer gesellschaftlichen Realität, die ihre Werke – so oder so – bedingte. Wie bedingt sie die Gegenwart. Der Blick hat sich geweitet. Wurde Neues ihrer Kunst wesentlich? Machte sich die „Wende“ als Zäsur bemerkbar?

Die vier Konzerte geben persönliche Kommentare zum gesellschaftlichen Umbruch von ’89: „Zeitgenössische“ Musik – aus der eigenen Feder und von komponierenden Kollegen. Rückblicke und Ausblicke. Gehorsam, Verweigerung, Widerstand?

Eine Kooperation mit dem Konzerthaus Berlin, gefördert von der Ernst von Siemens Musikstiftung.