8. März 2010, St. Elisabeth-Kirche

19.00 Uhr
Andacht mit Bischof Dröge und Pfarrer Kösling
19.30 Uhr Konzert, St. Elisabeth-Kirche, Invalidenstraße 3, 10115 Berlin Mitte

Gedenkkonzert zum 65. Jahrestag der Zerstörung der St. Elisabeth-Kirche


Quartett auf das Ende der Zeit  von Olivier Messiaen mit dem ensemble unitedberlin
Erich Wagner, Klarinette; Yoriko Ikeya, Klavier; Andreas Bräutigam, Violine; Lea Rahel Bader, Violoncello

In der Nacht vom 8. zum 9. März 1945 wurde die St. Elisabeth-Kirche von einer Phosphorbombe getroffen und brannte bis auf die Grundmauern aus.
Sie blieb fast ein halbes Jahrhundert Ruine, durch den großen Namen Ihres Erbauers Karl Friedrich Schinkel zumindest vor dem Abriss bewahrt, bis nach der Wende mit Hilfe zahlreicher Förderer der Wiederaufbau begann.

Olivier Messiaen komponierte sein Quatuor pour la fin du temps, das als das bedeutendstes Werk seiner Kammermusik gilt, im Mai 1940 als Insasse im einem Kriegsgefangenenlagers bei Görlitz. Über die dortige Uraufführung unter schwierigsten Bedingungen - dem Cello fehlte eine Saite, das Klavier klemmte - schrieb Messiaen: „Nie habe ich aufmerksamere und verständnisvollere Zuschauer gehabt.“ Trotz der durch Krieg und Leid geprägten Entstehungsbedingungen thematisiert der tief im Glauben verwurzelte Messiaen aber nicht allein die Abgründe des Menschen, sondern schafft ein farbenreiches, kraft- und zugleich friedvolles Werk der Anbetung und Ekstase, dessen Inspirationsquelle die Offenbarung des Johannes ist.
Welches Werk passte besser zur Geschichte der St. Elisabeth-Kirche?


Im Anschluss lädt das Kulturbüro SOPHIEN zu einem kleinem Empfang. Eintritt frei