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Glamouröses Konzert: Vladimir Jurowski führt mit dem ensemble unitedberlin Musik der Zwanziger Jahre im Berliner Konzerthaus auf

Vladimir Jurowski, der Dirigent mit dem unersättlichen Terminkalender – immer wieder Berlin und London im Wechsel, aber auch Dresden und Madrid sind dabei, Amsterdam und natürlich München. Noch beeindruckender allerdings: Jurowskis schwindelerregend umfangreiches Repertoire von Sinfonik bis Oper. Von der Wiener Klassik bis zur Nachkriegs-Avantgarde. Und dann hat der 47-jährige Jurowski neben seinem Chefposten beim Rundfunk-Sinfonieorchester ja auch noch ein weiteres Musikprojekt am Laufen: das „ensemble unitedberlin“. Denn Jurowski beschäftigt sich auch mit Neuer und Neuester Musik. Er schätzt die kleineren, intimeren Besetzungen. Und er setzt sich gern für halb- und ganz vergessene Komponisten des 20. Jahrhunderts ein. Jüngstes Beispiel: Stefan Wolpe, 1902 in Berlin-Wilmersdorf geboren. Doch ansonsten wirkt Jurowskis unitedberlin-Auftritt diesmal ungewohnt glamourös und unterhaltsam. Was natürlich einerseits an der australischen Varieté-Diva Meow Meow liegt, die den Konzerthaus-Abend mit einer ordentlichen Portion Erotik aufpeppt. Anderseits: Auch das Programm selbst wirkt relativ leicht zugänglich. Denn angekündigt ist Schmelztiegel-Musik der „Goldenen Zwanziger“ aus Berlin und London. Eine Musik zwischen Experiment und Exzess, zwischen Jazz, Musical und Klassischer Moderne. (Felix Stephan)

Berliner Morgenpost, 16.04.2019

Und auch bei seinem aktuellen Konzert spielte das ensemble unitedberlin auf bemerkenswertem Niveau, in diesem Fall unter der – natürlich – britischen Dirigentin Catherine Larsen-Maguire, hervorragend einstudiert und energisch umgesetzt. Da sind ausgezeichnete Solistinnen und Solisten, die Spaß an den virtuosen Herausforderungen haben, auch gut als ganzes Ensemble präsentiert. Eine überzeugende Leistung, wenngleich man als Ensemble für Neue Musik diesmal mit diesen zahmen Stücken nicht gerade herausgefordert wurde. (Andreas Göbel)

KULTURRADIO, 21.03.2019

„Musikalische Opfer“ nennt Vladimir Jurowski sein viertes Projekt dieser Saison mit dem Ensemble UnitedBerlin, das der renommierte Dirigent trotz wachsender Verpflichtungen immer noch künstlerisch betreut und leitet. „Roter Oktober“, „Claude Vivier“ und „Bernd Alois Zimmermann“ waren ihm vorausgegangen – allesamt hochspannende, auch über rein Musikalisches hinaus anregende, engagiert gespielte Programme. (Isabel Herzfeld)

NMZ, 1.07.2018

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